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D&O Schadenfälle aus der Schweiz


Es gibt in der Schweiz bereits hunderte von D&O Schadenfällen. Jeder D&O-Versicherer hat heute anders noch als vor einigen Jahren Schadenmeldungen und –erfahrungen. Die meisten Fälle werden aber nicht öffentlich bekannt. Im folgenden kann deshalb nur eine Auswahl der bekanntesten Fälle gegeben werden. Siehe auch die jeweils aktuellen Informationen auf der Startseite.  
 
Swissair
Das grösste und bekannteste Nachlassverfahren der Schweizer Geschichte ist noch lange nicht abgeschlossen. Ein Gutachten hat zahlreiche Anhaltspunkte für Pflichtverletzungen der obersten Führungsorgane ergeben. Der Sachwalter Karl Wüthrich hat bereits mehrere Schadenersatzforderungen gegen frühere Verwaltungsräte aus den Jahren 1998 bis 2001 von über CHF 500 Mio erhoben. Im Fall "Roscor" hat das Bundesgericht die Ansprüche im Juli 2012 abgewiesen. Hängig ist eine Klage im Fall "Air Littorial". Mit einer Klage betreffend "Sabena" ist noch zu rechnen. 
Von März 2006 bis Juli 2009 lief beim Bezirksgericht Bülach der Strafprozess gegen 16 ehemalige Verwaltungsräte und Führungskräfte der Swissair sowie 3 weiteren Personen wegen zahlreicher Strafdelikte. Er endete mit Freisprüchen für alle Angeklagten.
 
Pendragon
Investoren der Zürcher Medizinalfirma Pendragon werfen den Verantwortlichen vor, im Emissionsprospekt zur Kapitalerhöhung im Sommer 2004 irreführende Angaben über die Entwicklung des Hauptproduktes, eines Gerätes zur Diabetis-Analyse, und die Geschäftsaussichten gemacht zu haben. Die Firma ging kurze Zeit später in Konkurs. Das Verfahren um Forderungen von CHF 30 Mio ist noch nicht abgeschlossen.
 
Swiss Life / Rentenanstalt - LTS
6 ehemaligen Mitgliedern der Konzernleitung wurde vorgeworfen, die konzerneigene Beteiligungsgesellschaft LTS (Long Term Strategy AG) für persönliche Vermögensanlagen mitbenutzt und dabei in den Jahren 2000 bis 2002 ungerechtfertige Gewinne zulasten der Gesellschaft und der Versicherten in Höhe von CHF 3.5 Mio erzielt zu haben. Die Swiss Life erhob (auf Anweisung des Bundesamtes für Privatversicherungen) Haftpflichtansprüche und –klage auf Schadenersatz. In einem gerichtlichen Vergleich verpflichteten sich 5 der 6 Beklagten zur Zahlung von gesamt CHF 350'000.
 
Distefora AG
Bei der in Konkurs gegangen Distefora AG sind in mehreren Ländern noch viele Gerichtsverfahren anhängig, u.a. strafrechtliche Anklagen gegen den früheren Hauptäktionär und Unternehmensleiter Alexander Falk. Das für die Liquidation verantwortliche Konkursamt Küsnacht stellte gegen diverse Distefora Verantwortliche Forderungen in Millionenhöhe. 2 ehemalige Verwaltungsräte stimmten in einem Vergleich der Zahlung von CHF 360'000 zu.
 
Adecco
Ende 2003 musste das Unternehmen überraschend bekannt geben, dass sich der Jahresabschluss 2003 verzögert. Es wurden Fehler und Manipulationen vermutet, der Aktienkurs brach Mitte Januar 2004 an einem einzigen Tag um 1/3 ein. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC leite ein Verfahren ein und ordnete eine Sonderprüfung an. Wertpapierinhaber in den USA erhoben verschiedene Sammelklagen gegen Adecco und das Management, die jedoch alle abgewiesen wurden, die letzte Anfang April 2006. Aber allein die ausführliche Untersuchung durch Wirtschaftsprüfer, Anwälte und Berater kostete Adecco ca. € 100 Mio.
 
Bodensee-Arena
Die Eissporthalle in Kreuzlingen wird in Form einer AG betrieben, die beiden Städte Kreuzlingen und Konstanz sind zu je 50% Aktionäre und stellen jeweils die Hälfte der Verwaltungsräte. Ein grösserer Umbau der Halle war im Jahr 2000 mit CHF 9 Mio budgetiert, kostete aber letztlich CHF 12 Mio. Wegen dieser Kostenüberschreitung und der teilweisen Nichteinhaltung des Businessplanes wurde der gesamte Verwaltungsrat ausgewechselt. Der neue VR erhob Haftungsansprüche gegen den alten VR und den verantwortlichen Architekten. Anfang 2003 zahlten der Architekt CHF 400'000 und die Verwaltungsräte der Städte Kreuzlingen und Konstanz in einem Vergleich je CHF 100'000.
 
Weitere ältere Schadenfälle aus der Schweiz
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